Kaplan-Meier-Kurve
Eine Kaplan-Meier-Kurve ist eine statistische Darstellung zur Analyse, wie sich die Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Ereignisses im Zeitverlauf verändert. Im wirtschaftlichen Kontext wird sie häufig verwendet, um zu untersuchen, wie lange Einheiten (z. B. Unternehmen, Verträge oder Kredite) bestehen bleiben, bevor ein definiertes Ereignis eintritt – etwa Auflösung, Insolvenz oder Kündigung.
Die X-Achse zeigt den Zeitverlauf, die Y-Achse die Wahrscheinlichkeit, ereignisfrei zu bleiben. Die Kurve fällt stufenweise mit jedem eintretenden Ereignis und macht dadurch Risikophasen, Medianlaufzeiten und Stabilitätsmuster sichtbar.
Ihr wesentlicher Vorteil liegt darin, dass auch noch aktive Einheiten in die Berechnung einbezogen werden, wodurch eine realistische Einschätzung von Dauer- und Risikostrukturen ermöglicht wird.
In der North Data Company Intelligence werden Kaplan-Meier-Kurven eingesetzt, um zeitabhängige Stabilitäts- und Risikodynamiken systematisch zu analysieren.